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SÜD-OST Dez 14 | Jan 15

22 Klopstock, der am 12. September 1772 geboren ist, wächst in einem pietistisch geprägten Familienumfeld auf. Sein Vater, Gottlieb Heinrich, ist fürstlich-mansfel- discher Kommissi- onsrat, seine Mutter entstammt einer Kaufmannsfamilie aus Langensalza. Nach einem Auf- enthalt auf dem Q u e d l i n b u r g e r Gymnasium be- sucht Klopstock die humanistisch orien- tierte Fürstenschule in Schulpforte.1775 nimmt er schließ- lich das Studium der evangelischen Theologie in Jena auf. Schon von An- beginn seiner aka- demischen Lauf- bahn an widmet er sich der schrift- stellerischen Tä- tigkeit. Zu seinen berühmtesten Werken zählen „Der Mes- sias“ (1748) - ein Epos über den Lebens- weg Jesu Christi - sowie eine Sammlung zahlreicher „Oden und Elegien“ (1771). Herrschten in den Jahrhunderten zuvor noch strenge Formvorschriften und Nor- men für lyrische Werke, bricht Klopstock bewusst mit jenen Konventionen und legt mit seinem „Messi- as“ den Grundstein für das Zeitalter des „empfindsamen Dichters“. Durch die sogenannte Erlebnis- lyrik, die sich durch die Unmittelbarkeit des Dargestellten auszeichnet, rückt die seelische Stimmung des lyrischen Ichs (meist auch die des Autors) nun in den Mittelpunkt der Handlung - hierbei dienen Naturmoti- ve oft als Vermitt- ler des Gemüts- zustandes. Auch Klopstock verarbei- tet persönliche Er- fahrungen in seiner Lyrik, beispielswei- se besingt er seine erste Frau Margareta Moller,die er mit dem Kosenamen „Cidli“ bedenkt, in zahlreichen Elegien: KLOPSTOCKSTRAßE Ja, wo sind wir denn hier...? Friedrich Gottlieb Klopstock - Stern am literarischen Firmament Friedrich Gottlieb Klopstock ist ein deutscher Lyriker, der als Begründer der Erleb- nisdichtung und Wegbereiter der literarischen Epoche des Sturm und Drang gilt. Auch in Göttingen übt der deutsche Lyriker enormen Einfluss auf die Dichterszene aus. „F.G. Klopstock“, Gemälde von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein

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